miR-130a-3p und die Blut-Hirn-Schranke: Schlüssel zur Gehirnmetastasierung bei Brustkrebs?

Verantwortliche Personen:
AG Burek und Curtaz - Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie; Frauenklinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Würzburg
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Team

 

Das Projekt vereint ein interdisziplinäres Team am Universitätsklinikum Würzburg, bestehend aus Biologen, einer Funktionsoberärztin, zwei technischen Assistentinnen und mehreren Medizinstudierenden. Neben modernster Ausstattung und erfahrenem Personal kann die Forschungsgruppe auf eine Reihe etablierter Zellkulturmodelle und Krebszelllinien zurückgreifen. Dies ermöglicht es der Forschungsgruppe, schnell Ergebnisse zu erzielen.

Motivation und Innovation

 

Hirnmetastasen zählen zu den schwerwiegendsten Komplikationen bei Brustkrebspatientinnen und gehen mit einer drastisch reduzierten Lebensqualität und einer schlechten Prognose einher. Die Mechanismen, die es Brustkrebszellen ermöglichen, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und das Gehirn zu besiedeln, sind jedoch noch immer unzureichend verstanden. Unsere Forschung setzt genau hier an: Wir untersuchen die Rolle von microRNAs, insbesondere miR-130a-3p, bei der Kommunikation zwischen Tumorzellen und der Blut-Hirn-Schranke. Unsere Motivation liegt in der dringenden Notwendigkeit, neue therapeutische Angriffspunkte zu identifizieren, um Hirnmetastasen früher zu erkennen und ihr Fortschreiten zu verhindern.

 

Der Schlüssel zur Behandlung von Hirnmetastasen liegt in der Entschlüsselung ihrer molekularen Mechanismen. Nur durch ein umfassendes Verständnis der Tumor-Blut-Hirn-Schranken-Interaktion können wir neue Therapieansätze entwickeln.

 

Unsere Forschungsgruppe vereint molekulare Onkologie und zellbiologische Forschung mit innovativen Methoden der miRNA-Analytik. Besonders hervorzuheben ist unser Ansatz zur Untersuchung der Rolle von miR-130a-3p sowohl in Brustkrebszellen als auch in Endothelzellen der Blut-Hirn-Schranke. Durch die gezielte Überexpression dieser miRNA in Brustkrebszelllinien und Endothelzellen wollen wir herausfinden, wie sie die Integrität der Blut-Hirn-Schranke beeinflusst und ob sie eine Schlüsselrolle bei der Metastasierung ins Gehirn spielt.  

 

Die Bedeutung unserer Forschung wird durch die kürzlich erfolgte Nobelpreis-Auszeichnung für die Entdeckung der miRNAs unterstrichen. Durch die Anwendung dieses Wissens auf Hirnmetastasierung bei Brustkrebs, eröffnen wir neue Perspektiven für personalisierte Therapieansätze und die Entwicklung innovativer Behandlungsstrategien.

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Welche Ziele verfolgt das Projekt?

 

Unser Forschungsprojekt untersucht, wie Brustkrebszellen die Blut-Hirn-Schranke überwinden und Hirnmetastasen bilden. Dabei spielen sogenannte microRNAs (miRNAs) eine Rolle, kleine Moleküle, die zelluläre Prozesse steuern. Besonders interessiert für uns ist miR-130a-3p, da sie in Brustkrebszellen verändert vorkommt. Wir wollen herausfinden, ob diese miRNA Tumorzellen aggressiver macht und die Schutzbarriere des Gehirns beeinflusst. Dazu verändern wir gezielt Brustkrebs- und Hirngefäßzellen im Labor und beobachten ihre Reaktion. Unser Ziel ist es, neue therapeutische Angriffspunkte zu entdecken, um Hirnmetastasen besser vorzubeugen oder zu behandeln. Langfristig könnte dies die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen verbessern.

Ansatz des Forschungsprojektes

 

Unser Forschungsprojekt verfolgt einen molekularbiologischen Ansatz, um die Rolle von miR-130a-3p bei der Entstehung von Hirnmetastasen bei Brustkrebs zu untersuchen. Unsere Arbeitsgruppe vermutet, dass miRNA eine entscheidende Rolle bei Metastasierungsprozessen, insbesondere bei zerebralen Metastasen bei Brustkrebs, spielen könnten.

Welche Krebserkrankung soll behandelt werden?

 

Brustkrebs

Warum soll das Forschungsprojekt unterstützt werden?

 

Hirnmetastasen sind eine der schwerwiegendsten Komplikationen bei Brustkrebs und sind mit einer sehr schlechten Prognose verbunden. Derzeit sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt, da die Mechanismen, die es Tumorzellen ermöglichen, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, noch nicht vollständig verstanden sind. Wir untersuchen daher, wie die microRNA miR-130a-3p die Invasion von Brustkrebszellen ins Gehirn beeinflusst. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, neue Ansätze zur Prävention oder Behandlung von Hirnmetastasen zu entwickeln. Da microRNAs zunehmend als vielversprechende therapeutische Zielmoleküle anerkannt werden, könnte unser Projekt dazu beitragen, innovative Behandlungsmöglichkeiten für Brustkrebspatientinnen mit hohem Metastasierungsrisiko zu schaffen. Die Unterstützung dieses Projekts stellt daher einen wichtigen Schritt hin zu einer verbesserten Behandlung und Prognose für Betroffene dar.

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